Der Kruger-Nationalpark oder auch Krügerpark liegt im nordostlichen Zipfel von Südafrika und hat eine Fläche von ca. 20.000 m² also etwa der Größe von Belgien. Von Nordende zum Südende des Parks sind es ca. 350 km und in der Breite machte Park ca. 50-60 km aus. Der Park wurde 1902 von Paul Kruger gegründet und umfasste damals nur ca. 5000 km² (im südlichen Teil des jetzigen Gebietes). Der Park gilt als eines der wichtigesten weltweiten Naturschutzgebiete mit der höchsten Biodiversität weltweit.
Die Fläche des Parks ist so groß, dass Besucher oft eine ganze Woche benötigen, um nur einen Teil des Gebiets zu erkunden. Innerhalb des Parks existieren verschiedene Ökosysteme, darunter Mopaneveld, Sandveld, Sweetveld, gemischt-bewaldete Gebiete, südwestliche Vorberge, Lebombo-Berge und Flussrand-Wälder, die die enorme biologische Vielfalt unterstützen.
Die Camps:
Im Park gibt es 12 Haupt-Camps, die von Nord nach Süd mit ca. 50km zueinander auf asphaltierten Straßen (gelb, z.B. H1) miteinander verbunden sind. Diese Camps sind alle staatlich geführt und bieten einen sehr guten Komfort. Darüber hinaus gibt es noch ca. 5 Zelt-Caps und einige Privat Camps.
Im unteren Drittel des Parks liegt SATARA, welches gut über das im Westen liegende Orpen Gate zu erreichen ist. Von hier aus südlich findet man wegen der Vegetation viele Raubkatzen besonders um Skukuza und Lower Sabie.
Nach Norden so um Mopani und Shingwedzi gibt es besonders weite Grasflächen und deshalb auch große Tierherden. Ganz im Norden also etwa bei Punda Maria sind besonders viele Vögel zu finden, oftmals ist es dort auch ein wenig regenreicher und im Herbst/Winter auch etwas kühler und feuchter.
So ergibt es sich, dass man im Norden weniger Besucher findet und im Süden es manchmal einen regelrechten Stau auf den Straßen geben kann, besonders wenn Tiersichtungen stattfinden. Viele Südafrikaner, die häufig auch mal für ein paar Tage im Park sind, fahren über die südlichen Gates z.B. Crocodile Bridge hinein und bleiben in den Camps rund um Skukuza und Lower Sabie.
Im Park übernachtet man in sogenannten Rondavels, ca. 40-60m² große Bungalows unterschiedlicher Ausstattung. Die Rondavels unterscheiden sich in Größe (2 oder 3 Betten) und in der Lage (innen im Camp/oder Randlage am Zaun/Fluß). Die in Randlage sind natürlich teurer und oft sehr schnell ausgebucht.
Es ist bemerkenswert, dass man in den Camps immer einen sehr guten Standard (Sauberkeit der Rondavels, Organisation und Technik) vorfindet. Die Zimmer werden täglich gereinigt und habe alle eine Klimaanlage, wenn man so etwas nutzen möchte.
Außerdem haben alle ein Badezimmer mit Dusche und eine große Küche mit Kühlschrank, die außerhalb des Bungalows liegt. Hier kann man auch das beliebte Braai (eigener Grillplatz) abends geniessen.
Außerdem haben die größeren Camps auch immer einen Shop, indem man einkaufen kan, dort gibt es alles zu vernüftigen Preisen, oft günstiger als in Deutschland.
Das Essen:
Ganz besonders gut sind die Restaurant im KNP, natürlich nicht so toll für Veganer, da hier die besten Steaks zu bekommen sind, die ich je gegessen habe. Natürlich nicht nur Rind, sondern auch Impala, Gnu und Kudu-Antilope, welche hier im Park wirklich sehr viele zu finden sind. Gejagt wird hier nur durch staatliche Kontrolle und ähnlich wie bei uns sorgen die Ranger & Jäger für eine ausgeglichene Population der Wildtiere. Das Essen in den Camps ist immer frisch und schmeckt hervorragend, wir hatten in 10 Jahren nicht ein einziges Problem mit dem Essen, alles immer TipTop.
Die Sicherheit:
Wir haben uns im KNP als Besucher immer sicher gefühlt. Natürlich hält man sich an die Regeln:
Niemals aus dem Auto austeigen, sich rauslehen o.ä.
Niemals Tiere bedrängen, sondern immer respektvollen Abstand halten, nicht hupen, auch anderen Besuchern mal die Sicht auf einen Spot freigeben, freundlich sein !
Immer zur angegebenen Zeit zurück ins Camp (ca. 17.30)
Im KNP gibt es kein besonders hohes Malaria Risiko. In den heißen, regenreichen Sommermonaten von Nov-Apr sollte man ggf. Prophylaxe mitnehmen. Ansonsten reicht NoBite/Autan und langärmelige Hemden abends aus. Die Anopheles-Mücken Weibchen stechen in der Regel nach Sonnenuntergang.
Wie kommt man überhaupt in den Park ?
Von Deutschland aus reist man nach Johannisburg (JHB) in ca. 11h Stunden. Lufthansa bietet Direktflüge von Frankfurt aus an. Dann bucht man gleich den Anschlußflug von JHB nach Hoedspruit (HDS), welches ein sehr kleiner Flughafen ca. 1h mit dem Auto vom KNP entfernt ist. Dort kann man sich einen Mietwagen buchen (z.B. bei Sunnycars in München) und die Reise in Richtung Orpen Gate beginnen.
Mietwagen:
Wenn man Tiere sehen will und das aus dem geschlossenen PKW, ist es wichtig, eine möglichst hohe Sitzposition zu haben. Éin normaler PKW ist dafür ungeeignet. Gute Erfahrungen haben wir mit den Toyota Fortuner gemacht, der ist eins der größeren SUVs, hat Allrad und eine sehr gute Bodenfreiheit. Ist natürlich auch teurer, aber es lohnt sich hier etwas mehr zu investieren. Dafür ist die Unterkunft und das Essen im KNP ja vergleichsweise günstig.
Update 2026: Die Anfahrt ist auf Grund der starken Regenfälle im Januar/April 2026 etwas aufwändiger. Die Direkte Route über die R40 ist blockiert und man muss über das Dorf Acornshoek fahren. Dadurch wird die Reisezeit von ca. 1h auf ca. 1,5 h erhöht.
Man sollte immer bedenken, dass man von Orpen Gate auch noch in das Zeil Camp (z.B. Satara) kommen muss. Die Strecke von Orpen Gate-Stara sind ca. 48 km und dauert mindesten 1 h. Realistisch hält man aber oft an und fährt im Schnitt 20-25km/h also sollte man eher 2 h von Orpen Gate rechnen.
Grundsätzlich sollte man bei der Fahrt vom Flughafen nach Orpen Gate nicht anhalten oder aussteigen, auch nicht wenn man dazu von irgendjemandem aufgefordert wird. Es hat solche Situationen wohl in der Vergangenheit gegeben, außerhalb des Parks sollte man also etwas vorsichtiger sein.